
Vorneweg: Ich habe noch nicht so häufig Nudelteig selber gemacht, da ich keine Nudelmaschine besaß und ich den Teig nie dünn genug hinbekommen habe. Das führte dazu, dass man das Gefühl hatte, nur auf Teig rumzukauen. Ich hatte aber Lust darauf, Nudeln selber zu machen, da mir diese schier unendlichen Möglichkeiten gefallen: Nudeln in verschiedensten Farben und Formen, mit unterschiedlichsten Dingen gefüllt. Ich hatte sogar schon überlegt, meiner Tochter Ravioli mit Schnitzel oder Bratwurst zu füllen, weil sie nicht so experimentell isst und Bratwurst und Ravioli bei ihr immer gehen. Egal, mal schauen, ob es dazu kommen wird. 😂
Jedenfalls habe ich mir eine Nudelmaschine gekauft. Eine zum Kurbeln und um die 30€, also eher günstig. Will ja erst mal schauen, ob mich das auf Dauer kickt. Falls du auch so eine Nudelmaschine hast und Single bist: Schwierig. Lade jemanden zum Kochen ein, denn den Teig da durch zu bekommen verlangt einen, der kurbelt und einer, der den Teig führt. Vielleicht bist du aber auch medusamäßig geschickt und bekommst es alleine hin, ich wäre aufgeschmissen gewesen.
Zutaten
Für den Ravioliteig
- 200g Weizenmehl
- 100g Hartweizengries
- 3 Eier oder entsprechende Menge Wasser
- 2 EL Olivenöl
- Salz
Für die Füllung
- 150g Pfifferlinge
- 100g Champignons
- 100g frischer Spinat
- 2 EL Semmelbrösel
- 40g Parmesan
- 1 Eigelb
- 250g Mascarpone
- 50g Butter
- 1 Bio-Zitrone (wir brauchen die Schale, also bitte keine ‚normale‘ Zitrone)
- Salbei
- Muskat, Salz und Pfeffer

Zubereitung
Ravioliteig
- Mehl, Gries und Salz in einer Schüssel vermischen, eine Mulde in die Mitte drücken und die Eier (bzw das Wasser) und das Olivenöl dort rein geben.
- Mit einer Gabel von der Mitte verrühren, später mit den Händen weiter machen.
- Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer Arbeitsplatte mindestens 10 Minuten gut durchkneten. Ich öle mir die Hand zwischendurch mit Olivenöl ein, das passt gut. Eigentlich bemehlt man die Arbeitsfläche, aber dann nimmt der Teig bei mir immer so viel Mehl auf, dass er trocken wird. Probier es aus, bzw. falls du da den ultimativen Tip hast, her damit.
- Den Teig zu einer Kugel formen und eine Stunde ruhen lassen. Du kannst den Teig auch bis zu 24 Stunden vorher vorbereiten und dann im Kühlschrank lagern.
Füllung
- Zwiebeln würfeln und in einer Pfanne mit dem gepressten Knoblauch in Öl anbraten.
- Pfifferlinge und Champignons putzen und klein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben
- Pfeffern und Salzen
- Den Spinat putzen und etwas zerkleinern und in die Pfanne geben, warten, bis er zusammengefallen ist.
- In einer Schüssel das Eigelb mit der Mascarpone vermischen
- Die Hälfte der Abgeriebenen Zitronenschale dazu geben
- Wenn die Pilz-Spinat-Mischung etwas abgekühlt ist, zu der Mascarpone in die Schüssel geben und gut mischen.
- Semmelbrösel und geriebenen Parmesan dazu geben,
- Das ganze kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bedenke, dass der Ravioliteig wenig gewürzt ist, das muss die Füllung ausgleichen.
- Im Kühlschrank komplett auskühlen lassen

Bastelanleitung
Als erstes den Teig in zwei Hälften teilen.
Wenn du keine Nudelmaschine hast, rollst du den Teig mit dem Nudelholz so dünn aus, wie es geht. Bedenke, dass der Teig beim Kochen wieder dicker wird.
Mit der Nudelmaschine machst du dir den Teig auch schön dünn. Vermutlich hatte ich so 0,3-0,4mm.
Leg dir einen Teil vor dich und packe in Abständen immer ca einen Teelöffel von der Masse auf den Teig. Bedenke, dass noch ausreichend Platz bleiben muss, um die Ravioli zusammen zu drücken.
Wenn du damit fertig bist, pinselst du die Zwischenräume mit Wasser, dann legst du den zweiten Teigstreifen auf den ersten und drückst um alle Ravioli einmal mit dem Finger alles fest.

Schneide dann mit einem Teigroller oder einem Messer die Ravioli auseinander.

Gegebenenfalls noch mal offene Stellen zusammen drücken.
Ich habe die Ravioli jetzt auf einem Teller ausgebreitet und kalt gestellt, da ich das alles vorbereitet habe. Nichts ist schlimmer, als hungrig so ein Projekt zu starten, das mehr als eine halbe Stunde dauert. Du kannst auch einfach riesen Mengen machen und die einfrieren. Ein Tag Arbeit, viele Tage Genuss. Ich habe auch für vier Personen Ravioli gemacht und die hälfte eingefroren.
Die Butter in einer Pfanne auf mittlerer Stufe schmelzen, die Salbeiblätter längs in Streifen schneiden und in die Butter geben. So lange braten, bis diese knusprig sind. Dann den Rest der Zitronenschale dazu geben und 2 EL Zitronensaft. Salzen und pfeffern.
Die Ravioli in kochendes Wasser geben (der Topf sollte groß genug sein) und um 5 Minuten leicht köcheln lassen.
Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und anrichten. Die Zitronen-Salbeibutter darüber geben.
Ich habe noch ein paar Blaubeeren in Szene gesetzt
Fertig
